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DAB-Modulationsautomatik in SFN-Netzen

Auftraggeber
Norddeutscher Rundfunk
Land
Deutschland
Kategorie
Rundfunk- und Fernsehgeräte, Kommunikations- und Fernmeldeanlagen und Zubehör
Frist
Endet in 26 Tagen (23 Nov 2026 10:00 UTC+1)
Veröffentlicht
22 Oct 2026
Verfahren
Neg-w-call
CPV-Code
32420000

Offizielle Bekanntmachung lesen und bieten → Die Angebotsabgabe erfolgt immer auf dem Portal des Auftraggebers, niemals hier.

Was der Auftraggeber sucht

Der NDR ist eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland. Er produziert und sendet Programme fürs Fernsehen, Radio und Onlinedienste in den Norddeutschen Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Aufgaben der Produktionsdirektion gehört es, einen möglichst störungsfreien Betrieb der terrestrischen Senderanlagen zu gewährleisten. Um ein resilientes DAB+ Netz betreiben zu können wurde ein Havariekonzept erarbeitet, welches im Folgenden vorgestellt werden soll. Zur Flächenabdeckung einer Region mit einem DAB+ Kanal betreibt der NDR mehrere Sendeanlagen in mehreren sogenannten SFN (Single Frequency Network): alle Sender in diesem SFN senden mit gleicher Sendefrequenz. Damit sich die ausgesendeten Inhalte der einzelnen Sender nicht gegenseitig stören, müssen zu jeder Zeit an allen Sendern die identischen Daten abgestrahlt werden (Gleichwellennetz). Diese Daten werden zentral im Playout-Center (POC) erzeugt und als EDI-Datenströme an die Senderstandorte übertragen. Die Übertragung erfolgt über angemietete Datenleitungen. Auf die Komponenten dieses Übertragungsnetzes hat der NDR keinen Einfluss. Daher muss der NDR davon ausgehen, dass dieses Netz im Katastrophenfall nicht zur Verfügung steht. Gleiches gilt für unser NDR-IT-Netzwerk, das eine unabhängige Datenverbindung für die Vernetzung von Netzwerkhardware im NDR darstellt. Dieses umfasst z. B. die Management- und Überwachungssysteme für das Sendernetz. Es muss also davon ausgegangen werden, dass die Standorte im Havariefall nicht auf normalem Wege erreichbar und somit steuerbar sind. Folgende Schnittstellen bestehen: Die Ausgänge am Playout (Main und Backup) sowie die Eingänge am Sender sind in Form einer Netzwerkschnittstelle (LAN) per RJ45 ausgeführt. Übertragungsprotokoll ist EDI. Das Netzmanagementsystem im NDR-Netzwerk ist mittels SNMP realisiert. Ziel der Ausschreibung: Wir suchen ein Gerät, das die Leitungszuführung (EDI over IP-Multicast) überwacht und auf Ereignisse und Ausfälle entsprechend unserer Anforderungen laut Leistungsbeschreibung reagiert. Ziel ist es, bei Kommunikationsausfall, ausgewählte Sender in einem SFN weiterhin betreiben zu können. Das Gerät soll mindestens vier Eingänge und zwei Ausgänge für die verschiedenen Schaltungen der Leitungssignale besitzen. Zwei Eingänge sind für die normalen EDI-Signale aus den angemieteten Leitungen, zwei weitere Eingänge sind mit EDI-Signalen durch Reservewege belegt, die vor Ort bereitstehen. Weitere Schnittstellen sind für den Remote- und vor-Ort-Zugriff vorhanden. Dieses Gerät heißt Modulations-Automatik (MA).

Source: TED · reference 730487-2026 · JSON